CO₂-neutrale Produktionsversorgung eines Kunden der Küchenindustrie ab dem Werk Sandebeck.
Herausforderung
Kronospan stellte sich gemeinsam mit uns der ambitionierten Aufgabe, die Produktionsversorgung eines führenden Küchenherstellers, ab dem Werk Sandebeck, vollständig CO₂-neutral zu gestalten – ohne Einbußen bei Zuverlässigkeit, Wirtschaftlichkeit oder Flexibilität der Lieferkette. Dies bedeutete: Der konventionelle Dieseltransport musste durch eine moderne, nachhaltige Logistiklösung ersetzt werden.
Lösungsansatz
Der Weg zur CO₂-Neutralität begann mit einer detaillierten Analyse der bestehenden Transportströme. Zentrale Fragen waren: Welche Touren lassen sich elektrifizieren? Welche Reichweiten sind notwendig? Wo und wie kann effizient geladen werden?
In mehreren Schritten entwickelten wir ein maßgeschneidertes Konzept:
Tourenkonstruktion und Bedarfsanalyse
Die bestehenden Touren ab Sandebeck wurden hinsichtlich Streckenlänge, Topografie, Fahrzeiten und Stopps analysiert. Besonderes Augenmerk lag auf der täglichen Reichweite und der Möglichkeit zum Zwischenladen im Depot in Sandebeck, weil die dortige Überkapazität an PV-Strom zielgerichtet genutzt werden sollte.
Fahrzeugauswahl
In enger Abstimmung mit dem Kunden wählten wir E-Lkw-Modelle aus, deren Batteriekapazität sowohl zur Tourenlänge als auch zur geplanten Nutzlast passte. Die ausgewählten Fahrzeuge überzeugten durch hohe Effizienz, wirtschaftliche Reichweite sowie durch Zuverlässigkeit im täglichen Einsatz. Unser Team kümmerte sich um den Testeinsatz diverser Fahrzeuge und wählte das beste für diesen Use-case aus.
Ladeinfrastruktur & Lademanagement
Parallel dazu entwickelten wir ein passendes Ladeinfrastrukturkonzept. Dabei wurden sowohl Ladezeiten als auch Ladeorte präzise auf die Touren abgestimmt. Schnellladestationen wurden gezielt am Werk Sandebeck installiert. Das Ladeverhalten wurde in die Tourenplanung integriert, um Leerlaufzeiten zu minimieren und maximale Fahrzeugverfügbarkeit zu gewährleisten.
Installation und Inbetriebnahme
Die Installation der Ladeinfrastruktur – bestehend aus einem leistungsfähigen 400-kW-Charger am Werk erfolgte in enger Zusammenarbeit mit zertifizierten Partnern. Nach erfolgreicher Inbetriebnahme wurden Fahrer geschult und ein intelligentes Lademanagementsystem eingeführt.
Ergebnis
Seit dem Go-Live ist die Produktionsversorgung des Kunden ab dem Werk Sandebeck vollständig CO₂-neutral. Täglich versorgen elektrisch betriebene Lkw zuverlässig die Produktionslinien. Die Lösung ist nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich überzeugend:
- Einsparung von über 95.620 Kilo CO₂ jährlich
- Reduktion der Betriebskosten durch günstigere Energiekosten und geringeren Wartungsaufwand
- Positive Außenwirkung beim Kunden durch nachhaltige Logistik
Fazit
Diese erfolgreiche Transformation zeigt: Mit der richtigen Planung, Technologieauswahl und Umsetzung lässt sich auch im Schwerlastverkehr ein CO₂-neutraler Betrieb realisieren – wirtschaftlich tragfähig und zukunftssicher. Kronospan steht heute nicht nur für nachhaltige Produkte, sondern auch für Klimaschutz in Bewegung.
Die Kemena GmbH hat einen bedeutenden Schritt in ihrer nachhaltigen Mobilitätsstrategie genommen, indem sie den Nahverkehr komplett auf elektrische LKW umstellen wird.
Analyse der Nahverkehrstouren
Der erste Schritt war eine gründliche Analyse aller Nahverkehrstouren je Kunde. Dabei wurden die bestehenden Touren genau unter die Lupe genommen, um Muster und Optimierungspotenziale zu erkennen.
Clusterbildung für effizientere Planung
Anschließend wurden die Touren in sogenannte Cluster eingeteilt. Das ermöglicht eine effizientere Planung und bessere Auslastung der Fahrzeuge. Für bestimmte Touren wurde die Machbarkeit geprüft, um sicherzustellen, dass die Umstellung reibungslos funktioniert und alle Anforderungen erfüllt werden.
Auswahl und Test der E-LKW
Ein wichtiger Teil des Projekts war die Auswahl geeigneter E-LKW. Hierfür wurden zahlreiche Testfahrten organisiert, um die Fahrzeuge auf Herz und Nieren zu prüfen. So konnte sichergestellt werden, dass die gewählten Modelle den Anforderungen entsprechen und eine hohe Effizienz bieten.
Verbesserung der Ladeinfrastruktur
Um die Ladeinfrastruktur zu verbessern, wurde zudem ein Charger am Hauptstandort installiert. Die vorhandene PV-Anlage sorgt kontinuierlich für sicheren, grünen Strom, sodass die Umstellung nicht nur „grün“, sondern auch wirtschaftlich ist. Der Charger sorgt für eine zuverlässige und schnelle Aufladung der E-LKW, sodass die Auslastung stets gewährleistet ist und die gewohnten Tourenkonstrukte nicht geändert werden mussten.
Erfolgreiche Umsetzung und Ausblick
Dank dieser sorgfältigen Planung, Tests und Investitionen ist die Kemena GmbH nun erfolgreich auf dem Weg zu einem umweltfreundlicheren und effizienteren Nahverkehr. Das Projekt zeigt, wie innovative Ansätze und nachhaltige Technologien Hand in Hand gehen können, um sowohl ökologische als auch wirtschaftliche Ziele zu erreichen.